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Funktionsweise
der Kläranlage Aalen-Hasennest
Nachdem das Mischwasser (Schmutzwasser und Regenwasser) über
die Kanalisation zur Kläranlage gelangt ist, beginnt die Reinigung.
Täglich werden ca. 22.000 Kubikmeter Abwasser in der Kläranlage
gereinigt. Der Klärbetrieb lässt sich in die folgenden
drei funktionalen Bereiche aufteilen:
- mechanische
Reinigungsstufe
- biologische
Reinigungsstufe
- Schlammbehandlung
Die mechanische
Reinigungsstufe als erster Behandlungsschritt beruht auf physikalischen
Vorgängen der Stofftrennung. Aufgrund ihrer Größe
und Dichte werden ungelöste Stoffe aus dem Wasser entnommen.
Dies geschieht zuerst in der Rechenanlage, dann im Sandfang und
abschließend in den Vorklärbecken.
In der Rechenanlage werden grobe
Bestandteile wie Papier, Fäkalstoffe, Holz, Steine etc. entnommen.
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Im nachfolgenden
Sandfang werden mineralische
Bestandteile wie Sand, Feinkies oder Splitt abgeschieden. Der Sandfang
ist belüftet und mit einem Leichtstoffabscheiderbecken zur
Entnahme von Fett- und Schwimmstoffen kombiniert.
Die Vorklärbecken trennen die im Abwasser enthaltenen organischen
Bestandteile durch Sedimentation vom Abwasser. Die Fließgeschwindigkeit
in den Becken ist so gering (Abwasseraufenthalt ca. 2 Stunden),
dass sich auch sehr feine Stoffe absetzen können. Der am Beckenboden
abgesetzte Schlamm wird über fahrbare Räumerbrücken
in die Schlammtrichter geschoben, von wo er als Rohschlamm zur Weiterbehandlung
in den Faulturm gepumpt wird. Das von Feststoffen gereinigte Abwasser
enthält jetzt noch ca. 2/3 seiner Gesamtverschmutzung in gelöster
Form.

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Über ein Zwischenpumpwerk wird das gesamte Abwasser in die
biologische Reinigungsstufe gehoben und in ca. 24 Stunden gereinigt.
Sie verläuft in zwei Stufen, wobei das Abwasser zuerst die
Belebungsbecken und anschließend die Nachklärbecken durchfließt.


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In den Belebungsbecken bauen Mikroorganismen,
z.B. Bakterien, die im sogenannten Belebtschlamm (Flocken von organischen
Teilchen) enthalten sind, die im Abwasser gelösten Schmutzstoffe
ab. Die Mehrzahl der Bakterien benötigen hierzu Sauerstoff, der
über eine Druckbelüftung in die Becken eingeblasen wird.
Gleichzeitig werden zur Phosphatreduzierung Fällmittel in Form
von Eisensalzen zudosiert. In separaten Beckenabschnitten mit unbelüfteten
Zonen erfolgt die Denitrifikation zur Stickstoffelimination.
Die Vorgänge im Belebungsbecken entsprechen den Selbstreinigungsmechanismen
der natürlichen Gewässer mit dem Unterschied, dass diese
hier durch die hohe Organismendichte wesentlich schneller ablaufen.
In den Nachklärbecken werden
dem Gemisch die Belebtschlammflocken entzogen und das jetzt mechanisch-biologisch
und chemisch gereinigte Abwasser gelangt in den Kocher. Der sich am
Beckenboden absetzende Schlamm wird wieder in die Belebungsbecken
zurückgeleitet, um dort die biologischen Abbauvorgänge aufrecht
zu erhalten.
Der durch die Vermehrung der Mikroorganismen entstandene Überflussschlamm
wird aus dem Kreislauf herausgenommen und der Schlammbehandlung zugeführt. |